Buß- und Bettag

Der Buß- und Bettag ist immer ab Mittwoch vor dem Totensonntag. Als bundesweiter arbeitsfreier Feiertag in der evangelischen Kirche wurde er jedoch 1995 abgeschafft. Der Grund war die damals eingeführte Pflegeversicherung als Pflichtversicherung.

Als gesetzlicher Feiertag ist der Buß- und Bettag nur noch im Bundesland Sachsen erhalten geblieben.

Jedoch können Arbeitnehmer in den meisten anderen Bundesländern aufgrund der Feiertagsgesetze unter Berufung auf religiöse Pflichten an diesem Tag freinehmen. Ein Urlaubstag muss dafür nicht genommen werden, aber im Gegenzug verzichten die Arbeitnehmer auf ihr Gehalt. Schüler in Bayern haben am Buß- und Bettag schulfrei und die Schüler mit evangelischer Konfession in Berlin können wählen, ob sie die Schule besuchen oder nicht.

Buß- und Bettag 2017, 2018, 2019

  • Buß- und Bettag 2017: 22. November 2017 (Mittwoch)
  • Buß- und Bettag 2018: 21. November 2018 (Mittwoch)
  • Buß- und Bettag 2019: 20. November 2019 (Mittwoch)


Der Buß- und Bettag:

Geschichtliche Entwicklung - aktuelle Situation - Bedingungen für eine erneuerte Praxis

In einer umfassenden Darstellung wird der biblische und systematische Hintergrund der Buß- und Bettage dargestellt sowie anhand der Zeugnisse und Predigten aus überwiegend reformierten rheinischen Gemeinden seine wechselvolle Geschichte nachverfolgt. Eine Befragung unter gegenwärtigen PfarrerInnen präzisiert das Bild und zeigt die theologischen und praktischen Schwierigkeiten im Umgang mit dem Tag. Deutlich wird: Es braucht eine theologische Klärung, wozu ein herausgehobener Buß- und Bettag dienen soll und wem der Bußruf an diesem Tag gilt.